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Für das WS 2026/27 organisieren Erik Dzwiza-Ohlsen (Post-Doc an der Universität zu Köln) und ich eine standortübergreifende Ringvorlesung  zur Vernetzung. 


Von den Herausgebenden der Zeitschrift »Phänomenologischen Forschungen« (Meiner Verlag) haben Dr. Markus Böckle (Karl Landsteiner Privatuniversität Krems), Dr. Erik N. Dzwiza-Ohlsen (Universität zu Köln) und Dr. Florian Schmidsberger (Universität Wien) die Zusage erhalten, das Sonderheft 2/2028 zum Thema »New Medical Humanities: Phänomenologische Grundlagen der Psychotherapie« zu gestalten. Dieses wird im Herbst 2028 erscheinen. 

Plakat Staffelvorlesung: New Medical Humanities: Phänomenologie Im Dialog

staffelvorlesung
WS 2026/27

»New Medical Humanities: Phänomenologie Im Dialog«

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New Medical Humanities

Vorlesungsreihe und Ansatz


Wenn Sie Interesse an der standortübergreifenden Vorlesungsreihe haben oder sich an der Initiative beteiligen wollen, halten wir Sie gerne auf dem Laufenden. 

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Bei den »New Medical Humanities« handelt es sich um eine junge, deutsche Spielart der im angelsächsischen Raum etablierten »Medical Humanities«. Damit wird ein integrativer Ansatz der Medizin bezeichnet, der sich darum bemüht, medizinische Perspektiven auf Gesundheit, Krankheit und Wohlbefinden zu ergänzen und anzureichern um geistes-, sozial- und kulturwissenschaftliche Perspektiven und Impulse. Es sind vor allem junge Nachwuchswissenschaftler*innen der Universität zu Köln, die den »Medical Humanities« einen eigenen, mitunter neuen Charakter geben, indem sie den Diskurs in der Phänomenologischen Anthropologie bzw. Phänomenologischen Psychopathologie verankern. 


Ergänzend zur Kölner Vorlesungsreihe »New Medical Humanities«, organisieren Erik Dzwiza-Ohlsen und ich unter dem Titel »New Medical Humanities: Phänomenologie Im Dialog« einmal im Studienjahr eine standortübergreifende Vernetzung mehrerer Communities im deutschsprachigen Raum, die sich um eine denkerische Durchdringung praktischer Erfahrungen aus dem psychosozialen Feld bemühen. 

»New Medical Humanities: Phänomenologie Im Dialog«

WS 2026

  • Oktober 2026, Wien: Philosophie & Demenz? Grundprobleme einer phänomenologischer Demenzforschung (Erik N. Dzwiza-Ohlsen)
  • November 2026, Graz: Verkörperung in Psychiatrie und Psychotherapie (Thomas Fuchs)
  • Dezember 2026, Heidelberg: Phänomenologie und Humanistisch Psychotherapie (Sonja Rinofner-Kreidl)
  • Dezember 2027, Köln: Ideen zu einer phänomenologischen Fundierung der Humanistischen Psychotherapie (Florian Schmidsberger)

Im Austausch mit mehreren Kolleg*innen ist auch dieser Beitrag zu einer »Fakultätsübergreifenden Psychotherapieforschung« entstanden: 

Die Initiative genießt die offizielle Unterstützung der Fachsektion für Integrative Gestalttherapie (ÖAGG) sowie der Deutschen Gesellschaft für Phänomenologische Anthropologie, Psychiatrie und Psychotherapie (DGAP).

Logo DGAP
Logo ÖAAG Integrative Gestalttherapie

Community

Lesekreis Humanistische Psychotherapie und Phänomenologische Psychopathologie 2. Geburtstag - physisches Treffen
Lesekreis Humanistische Psychotherapie und Phänomenologische Psychopathologie 2. Geburtstag - virtuelles Treffen

Der Zugang der Kolleg*innen aus Köln ist eng vernetzt mit den Arbeiten der Community aus Heidelberg rund um die Karl Jaspers Professur von Thomas Fuchs zu den Philosophischen Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie. Seine zeitgenössischen Arbeiten entwickeln nicht nur die phänomenologische Tradition im Lichte aktueller wissenschaftlicher Diskurse weiter, sondern bieten auch ein umfassendes und elaboriert gestricktes Werk mit zahlreichen Impulsen zu einem  integrativen und ökologischen Modell der Medizin und insbesondere der Psychiatrie (Fuchs 2023) sowie zu einer Psychopathologie, die sich um ein Verstehen von Menschen mit psychischen Erkrankungen bemüht. Sein »nicht-reduktiver Naturalismus« bietet eine phänomenologisch unterlegte naturphilosophische Position zum Verhältnis von Gehirnprozessen und subjektiver Erfahrung (Fuchs 2017) und verknüpft Phänomenologie darin auch mit zeitgenössischen Kognitionswissenschaften.